Hochzeit, Heiraten und die Ehe
Die Hochzeit und die nachfolgende Ehe ist nach der Geburt vielleicht das zweitwichtigste Ereignis im Leben eines jeden Menschen. Sie ist ein Symbol, viele sagen, nur ein Symbol, für die Liebe zweier Menschen, die sich durchaus über Private Kontaktanzeigen gefunden haben können, manifestiert den Entschluss, das Bedüfnis, fortan gemeinsam zu leben.
Obwohl die Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen ähnliche Riten gehabt haben, ist die Hochzeit wie wir sie kennen eine eher junge Tradition. In der Spätantike und im frühen Mittelalter konnte wer wollte, und wer es sich leisten konnte, eine Hochzeit ausrichten, verpflichtet war man dazu nicht.
Institutionalisiert wurde die Hochzeit erst im 16. Jahrhundert durch das Konzil von Trient. Die Hochzeit bestand dabei aus zwei Teilen, dem Ja-Wort und dem Vollzug der Ehe, der unter Zeugen stattzufinden hatte. Man ging recht schnell dazu über, die Anwesenheit der Zeugen auf den ersten Teil der Hochzeit zu beschränken.
Die standesamtliche Hochzeit ist ein Kind der französischen Revolution, als die Revolutionäre versuchten den Einfluss der Kirche zu brechen, sogar eine Religion der Vernunft installieren wollten. Durchgesetzt hat sich allerdings nur das Standesamt, dessen Besuch in Deutschland ab 1870 verbindlich wurde.
Heutzutage scheiden sich an der Hochzeit die Geister. Die einen halten sie für ein überflüssiges, romantisches Relikt, die anderen können sie gar nicht aufwändig genug inszenieren.
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